Tag-Archiv für 'Studium'

Diplomarbeit

Seit heute schreibe ich offiziell an meiner Diplomarbeit. In den nächsten vier Monaten werde ich das Thema “Entwicklung einer Prüfsoftware auf einer embedded i.MX31-Plattform mit Betriebssystem Linux” bearbeiten. Es geht darum, für ein Embedded-Board mit i.MX31-Mikrocontroller und sehr vielen unterschiedlichen Schnittstellen (CAN, Ethernet, USB als Host und als Client, mehrere Displayschnittstellen) und Onboard-Peripherie (verschiedene Flashspeicher, RTC und produktspezifische Schaltkreise) eine Software zu schreiben, die alle Komponenten ansteuert und auf Funktionalität testet. Das Ganze passiert in der Nähe von Ravensburg, deswegen wohne ich auch seit sechs Wochen zeitweise in Weingarten.

Herbst in Kasachstan

Es sieht fast so aus, als ob auch hier langsam Herbst werden würde. Die Bäume verlieren ihre Blätter, und die ganze Stadt ist voller Laub. Zudem ist es heute recht kühl, der Himmel ist bedeckt und es hat in der Nacht ganz leicht geregnet. Tagsüber sind so 20 – 25 Grad, in der Nacht ist es aber schon deutlich kühler.

Letztes Wochenende war ich in den Bergen bei Almaty und habe Medeu, eine Eisschnelllaufbahn, und Shymbulak, eine Region in den Bergen besucht. Ich bin nicht bis ganz auf die Bergspitze gestiegen, aber ich war auf ungefähr 2970 Metern Höhe, das ist höher als die Zugspitze.
Heute ist es hier im Institut sehr ruhig, die Erstsemester sind alle im Außengelände, fegen Laub und sammeln Müll, also so eine Art Herbstputz. So etwas ist in Deutschland nicht mehr vorstellbar.

Für das nächste Wochenende war eigentlich eine Tour in die Berge zum Klettern geplant, leider bin ich etwas erkältet und weiß noch nicht ob ich die Nacht draußen verbringen möchte.

Nächste Woche findet hier eine Konferenz am Institut statt, auch wenn ich wahrscheinlich nicht viel verstehe möchte ich mir ein paar Vorträge anhören.

Heute Nachmittag nach der Arbeit gehe ich noch in die Bibliothek des Goethe-Institutes von Almaty, eine deutschsprachige Bibliothek mit 5000 Büchern und allen wichtigen deutschen Tageszeitungen und Magazinen um mal ein wenig zu lesen.

Almaty

In Almaty gibt es auch Internetcafés, ich hatte in der ersten Zeit in Kasachstan allerdings noch keine Gelegenheit eine Weile im Internetcafé zu verbringen. Wenn ihr das hier lest, habe ich Netzzugang gefunden.

Almaty ist viel moderner als von mir ursprünglich erwartet, es gibt viele Gemeinsamkeiten im Vergleich zu Europa, allerdings auch einige Unterschiede.

Es gibt Supermärkte mit einem mit Europa vergleichbaren Angebot, man kann für Preise, die allerdings teurer sind als in Europa, deutsche, französische und italienische Markenprodukte kaufen. Die einheimischen Lebensmittel und Produkte sind viel günstiger und erschwinglich. Es gibt viele Märkte und Basare, die Produkte dort sind von chinesischer Qualität und sehr günstig, oder von besserer Qualität und im Vergleich teuer.

Der Verkehr in der Stadt ist der Wahnsinn, hier hat niemand etwas von TÜV gehört, voll getönte Scheiben in alten klapprigen Autos sind kein Problem. Die Straßen sind in der Stadt zum Großteil ordentlich asphaltiert und gespurt, die Spurkennzeichnung ist aber in keiner Weise zwingend. Der Verkehr ist meist sehr dicht, geblinkt wird selten, gehupt viel eher. Viele der Autos fungieren ohne spezielle Kennzeichnung als Taxi, man stellt sich einfach an den Straßenrand winkt, verhandelt mit dem Fahrer über Ziel und Preis und fährt dann mehr oder weniger sicher an sein Ziel. Anschnallen tut sich in Kasachstan fast keiner. Ein nicht vernachlässigbarer Teil der Autos sind Rechtslenker, da diese als Importe aus Ostasien im Vergleich günstiger sind. An Tankstellen wird man von einem Tankwart betankt, Self-Service wie in Europa gibt es hier nicht.

Es ist sehr günstig mit dem Bus unterwegs zu sein, man bezahlt pro Fahrt 40 Tenge, das entspricht ungefähr 25 Cent. Jeder Bus hat neben dem Fahrer einen Kassierer, der die Haltestellen während der Fahrt ansagt und den Fahrpreis einsammelt. Die Bushaltestellen sind allerdings sehr unübersichtlich, Busfahrpläne und Linien sind an fast keiner Bushaltestelle ausgeschrieben. Um an sein Ziel zu kommen ist man auf Intuition und Erfahrung angewiesen, zur Not muss man Nachfragen bzw. die Aufschriften der Busse beachten. Es gibt sehr viele Busse und Linien, obwohl die Straßenzüge Manhattan-mäßig sehr regelmäßig aufgebaut sind und es quasi nur 10-15 Hauptstraßen gibt. Viele der Busse, die hier fahren, sind sehr alt und ausgemusterte europäische Modelle. In der letzten Woche habe ich deutschsprachige Werbung für Geschäfte in Köln und Liniennetzpläne für Hamburg von 1991 in den Bussen gesehen. Fast jede Bushalte im inneren Stadtgebiet hat einen Kiosk, oder ein Kiosk ist nicht weit entfernt.

Mein Prof

Bei MeinProf.de kann man die Professoren seiner Hochschule bewerten und die Bewertungen einsehen. Einfach mal anschauen und mitmachen.

Reengineering

Ich bin froh, endlich meinen Semesterbeleg im Fach Elektronikkonstruktion fertiggestellt und abgegeben zu haben, eine Funkschaltsteckdose mit vollständigen technischen Zeichnungen. Das Modell eines Schnittes in 3D hier ist zwar nicht Teil des Beleges, aber trotzdem ganz hübsch. Mal sehen wie die Arbeit benotet wird.

Konstruktion