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Serielle Schnittstelle am AVR Butterfly

Um die serielle Schnittstelle am AVR Butterfly nutzen zu können ist nicht viel Arbeit erforderlich. Ein serieller Pegelwandler von Low-Voltage-Seriell auf den höheren Pegel an der seriellen Schnittstelle eines PCs ist bereits auf dem Butterfly integriert.
Es bietet sich an den Butterfly mit Stiftleisten zu bestücken um Kabel einfach anschließen zu können. Ich habe ein paar günstige Bauteile von Reichelt genutzt, dieses Material gibt es aber auch bei anderen Elektronik-Händlern.

  • 3 Stifte einer 36-poligen, einreihigen geraden Stiftleiste mit Rastermaß 2,54 (SL 1X36G 2,54)
  • eine 3-poligen Platinensteckverbinder gerade, weiss (PS 25/3G WS)
  • D-SUB-Buchse, 9-polig, Lötkelch zum PC-Anschluss (D-SUB BU 09)

Das ganze ist schnell verlötet, die PIN-Belegung ist aus der Grafik ersichtlich und ist im User-Manual des Butterfly dokumentiert. (RXD an Pin 3, TXD an Pin 2 und GND an Pin 5)

butterfly_serial_1

butterfly_serial_2

Das Ganze kann man dann in der Beispielanwendung bei der Namenseingabe mit dem Terminalprogramm Minicom testen. Die genaue Vorgehensweise ist unter Punkt 2.2.2 des Usermanual beschrieben. Zur Kommunikation unter Linux stellt man am besten als Supernutzer den Default von Minicom mit

minicom -s

unter “Serial Port Default” auf Serial Device /dev/ttyS0, Communication Parameter auf 19200 8N1 und keine Hardware- und Software-Flusskontrolle. Das ganze speichert man als Default dfl. Nun kann man entsprechend der Anleitung einen ersten Test der Kommunikation durchführen, der eingegebene Name sollte auch wenn kein Echo im Terminal eingestellt ist oder vom Butterfly zurückgegeben wird nach Bestätigen mit Enter auf dem Display erscheinen.

AVR Butterfly

Der AVR Butterfly ist eine Evaluationsumgebung für den Mikroprozessor ATmega169 von Atmel.

avrbutterfly_front

Die Ausstattung an Schnittstellen und Sensor ist für so ein kleines und günstiges System recht beachtlicht. Für um die 20 Euro bekommt man ein 6-stelliges LCD, einen 4-Wege-Taster mit Druckknopf, 512 kByte Flash-Speicher, Licht- und Temperatursensor, einen Piezo-Schallwandler und einen Zugang über serielle Schnittstelle (mit Pegelwandler auf dem Board). Als weitere Kommunikationspfade mit dem System kann man JTAG, SPI und I2C nutzen. Zudem arbeitet der Butterfly sehr stromsparend und ist mit einer Lithium-Batterie autark spannungsversorgt.

Das System ist in C programmierbar, einen entsprechenden Compiler und Werkzeuge zur Datenübertragung auf das System gibt es auch für Linux.