Onlinewelten

Nach dem ich letzte Woche mal Second Life ausprobiert habe bin ich etwas enttäuscht, der Hype der gemacht wird entspricht in keiner Weise dem, was geboten wird. Die Steuerung finde ich unintuitiv, die Grafik ist nicht sonderlich hübsch und irgendwie sieht alles wie Zu hause zusammengebastelt aus. Wer es nicht ausprobiert verpasst meiner Meinung nach auch nichts.

Schon eher Verständnis habe ich da für die Spieler von World of Warcraft. Die Online-Welt dort, obwohl im Fantasy-Bereich, erscheint deutlich stimmiger und interaktiver. Nach meiner Nutzung des 10-Tage Probe-Accounts über Weihnachten letztes Jahr erwische ich mich immer mal wieder mit dem Gedanken mir das Spiel zuzulegen, im Moment gibt es aber zum Glück genug anderen Zeitvertreib. Ich befürchte aber fast, dass es mich auch irgendwann erwischt.

Sony Ericsson W850i mit Linux

Ich habe mir eine neues Mobiltelefon zugelegt, da mein altes Telefon defekt war. Meine Wahl fiel auf das Sony Ericsson W850i, da ich gute Erfahrungsberichte mit Telefonen von Sony Ericsson aus dem Freundeskreis erhalten hatte und ich bei Recherchen heraus fand, dass diese Handys von Linux gut unterstützt werden.

sony_ericsson_w850i

Zur Kommunikation eines Rechners mit dem Telefon kann man drei Varianten benutzen, zwei Varianten mit USB-Verbindung und eine Variante mit Bluetooth.

  1. Anstecken des Telefons mit dem beiliegenden USB-Kabel und Auswählen von Dateiübertragung im Telefon. In diesem Modus kann man Multimediadateien auf das Telefon kopieren, das als Mass-Storage-Device wie ein USB-Stick arbeitet. Auch die Installation von Java-Programmen ist so möglich. Einfach die *.jar-Dateien auf das Handy kopieren und dort im Dateimanager installieren. Ich habe gestern so gleich ohne Probleme Bloover, ein Werkzeug für mobile Bluetooth-Scans, installiert.
  2. Anstecken des Telefons mit dem USB-Kabel und auswählen von Telefonmodus. In diesem Modus wird ein USB-Modemdevice zur Verfügung gestellt, weitere Tests habe ich hier nicht gemacht.
  3. Kommunikation über Bluetooth. Bei der Installation von Bluetooth sind einige Sachen zu beachten, ich habe mich an dieser Bluetooth-Anleitung für Ubuntu orientiert.

Zur Synchronisation des Telefons mit anderen Rechnern benutze ich OpenSync. Für Ubuntu Edgy Eft habe ich deshalb ein weiteres Repository in /etc/apt/sources.list hinzugefügt:

deb http://www.in.fh-merseburg.de/~jahn/opensync-0.21/ edgy main

Aus diesem Repository habe ich libopensync*, msynctool und multisync-gui installiert. Zur Synchronisation mit dem Telefon benutze ich Evolution und IrMC (funktioniert auch für Bluetooth) in einer Syncronisationsgruppe (Konfiguration mit msynctool oder multisync-gui). Die Man-Page von msynctool erklärt ziemlich treffend wie zur Synchronisation vorzugehen ist. Wichtig ist, dass als Befehl zum Synchronisieren

msynctool –sync Gruppenname –filter-objtype note

mit dem Filter für Notizen verwendet wird, da sonst das Synchronisieren sofort fehlschlägt. Zur Konfiguration gibt es im Opensuse-Wiki noch mehr Informationen.

Mit dem Telefonwechsel war ein vollständiger Nummernwechsel verbunden. Die neuen Telefonnummern sind im Impressum vermerkt.

Open Source Jahrbuch 2007

Unter opensourcejahrbuch.de findet sich die neueste Ausgabe das Open-Source-Jahrbuchs. Über 50 Autoren stellen auf 577 Seiten Informationen, Diskussionbeiträge und Analysen zum Thema Open Source vor. Die Autorenliste umfasst Namen wie Bruce Perens und Richard Stallman, aus Themensicht bietet sich ein weites Spektrum von politischen, ökonomischen, sozialen bis hin zu technischen Belangen.

Umstieg von Gentoo auf Ubuntu

Ich habe diese Woche meine zwei Rechner mit Ubuntu 6.10 (Edgy Eft) installiert und damit Gentoo auf diesen Rechnern abgelöst. Die Installation verlief auf beiden Rechnern problemlos, nur der Dialog zur Platten-Partionierung war etwas hackelig, durch Neupartitionierung war das Problem aber zu lösen.

Das Installieren der Updates verlief zügig und ohne sichtbare Fehler. Auf dem Thinkpad mit SuperSavage-Grafik funktionierte Direct-Rendering Out-of-the-Box, beim Desktop musste ich noch die proprietären fglrx-Treiber von ATI installieren und konfigurieren. Bis jetzt fand sich sämtliche Software, die ich brauchte, in den verfügbaren Quellen.

Der Umstieg von Gentoo zu Ubuntu hatte folgende Gründe:

  • Gentoo ist im Moment nicht mehr so trendy wie noch vor zwei Jahren, viele Entwickler verlassen das Projekt und widmen sich anderen Distributionen. Die Pakete scheinen deswegen nicht mehr überall so gepflegt wie ich mir das vorstelle.
  • Da bei Gentoo aus dem Quellcode installiert wird benötigen Updates lange Compilerläufe, die mir persönlich jetzt zu lange dauern. Updates bei Bibliotheken können wenn Abhängigkeiten zu OpenOffice, Firefox oder X auftreten in wahre Compile-Marathons ausarten. Manchmal erscheinen dann weitere Updates bevor der letzte Compile-Lauf beendet ist.
  • Die Paketverwaltung bei Gentoo ist für Nutzer ausgelegt die Fehler und Sicherheitsmängel durch Updates auf neue oder neueste Programmversionen lösen. Das reine Fixen von Sicherheitsmängeln oder Fehlern bei Beibehaltung des Featureumfangs scheint bei Gentoo nicht unbedingt Priorität zu haben. Viel Entwicklerarbeit basiert auf den jeweilig neueste Softwarerevisionen. Ich möchte in Zukunft vor allem ein stabiles System mit halbwegs aktuellen Versionen.
  • Konfiguration ist bei Gentoo immer noch viel Handarbeit. Ich finde es sehr nützlich die Kommandozeile benutzen zu können, habe aber auch nichts gegen automatisierte, graphische Lösungen wo sie sinnvoll, funktional und effektiv sind. Bei Ubuntu erhoffe ich mir weniger Administrationsaufwand.

Generell bin ich mit Gentoo nicht unzufrieden gewesen, meine Ziele und Anforderungen haben sich aber dahingehend geändert, dass ich ein System möchte bei dem Stabilität vor Aktualität steht.

Natürlich hat der Wechsel auch ein paar Nachteile:

  • Subjektiv erscheint mir Ubuntu ein wenig langsamer als mein Gentoo, allerdings nicht soviel, dass ich es als störend empfinde. Hier kann man aber sicher noch ein paar Anpassungen vornehmen. Der empfundene Unterschied kann auch daher herrühren, dass ich gleichzeitig von XFCE auf Gnome gewechselt bin.
  • In Liferea werden anscheinend keine https-Anfragen unterstützt. Hier werde ich eventuell ein Nichtdistributionspaket installieren.
  • Das angesammelte Wissen über die Erstellung von ebuilds ist jetzt nutzlos, das Wissen zum Erstellen eigener Pakete für Ubuntu muss ich mir neu aneignen.

Bis jetzt scheint mir der Wechsel aber eine gute Entscheidung.

Musik aus dem Netz

In letzter Zeit benutze ich immer öfter Musikdienste aus dem Internet um einfach so nach neuer Musik zu suchen oder alte Lieder mal wieder zu hören. Besonders interessant finde ich finetune.com und last.fm. Mit dem entsprechenden Flash-Player kann man in einem Suchfeld den Namen eines Künstlers eintragen und bekommt dann Musik dieses und ähnlicher Künstler zu hören. Der entsprechende Link zum käuflichen Erwerb dieser Musik ist nicht weit entfernt, das ist aber nicht besonders störend. Nette Sache, oder?

The Code Linux

Bei Google Video findet sich eine interessante Dokumentation über Linux und Open Source Software. Das ganze heißt The Code Linux und dauert ungefähr eine Stunde. Die Dokumentation stellt die Konzepte Freier Software vor und lässt eine Vielzahl von Kernel-Entwicklern zu Wort kommen. Bis auf wenige Teile sind die Interviews in Englisch.

Chemitzer Linux-Tage 2007

Am 3. und 4. März finden die wieder einmal Chemnitzer Linux-Tage statt. Eine Eintrittskarte kostet wie in den letzten Jahren 5 EUR bzw. ermäßigt 3 EUR und ist an beiden Veranstaltungstagen gültig. Karten können ohne Anmeldung direkt beim Besuch der Veranstaltung erworben werden. Die Veranstaltung umfasst an beiden Tagen jeweils 6 Vortragsstränge und viele Präsentationen.

Chumby

Chumby (Bilder hier), ein kompaktes Gerät das sich wie ein Wecker verhalten kann, ist ein Eingebettetes System mit WLAN-Anschluss. Das Hardware-Layout für das Gerät ist frei und sollte bei Anmeldung zugänglich sein. Leider wird in den Bedingungen der Anmeldung zu viel von Payment geredet, so das ich mich nicht angemeldet habe.

Hauptzweck des Gerätes soll sein, kleine Applikationen, die in Adobe Flash entwickelt, sind anzuzeigen. Beispielapplikationen sind ein Wecker, Wetteranzeige, Flickr-Bilder, Google-News usw.

Technisch setzt das Gerät auf einen Freescale iMX21 266MHz ARM9 controller, hat 32MB SDRAM, 64 MB NAND FLASH, einen 320×240 3.5-inch Touchscreen mit 12Hz, Stereo 2W Lautsprecher, einen Audio-Ausgang und Mikrophone-Eingang, einen USB-Anschluss und eine WLAN-Karte.

Auf dem Gerät läuft Linux 2.4.20, eine Toolchain und die Kernelquellen sind auch verfügbar. Weitere Experimente habe ich noch nicht durchgeführt, da ich keine Hardware besitze. Chumby Industries scheint aber Probeexemplare unter das Volk zu bringen oder bringen zu wollen, auf der Seite gibt es ein entsprechendes Angebot für “alpha-geek hacker”

Was mir bei Analyse der Chumby-Seiten fraglich geblieben ist, ist das Format der Images für Chumby und das integrierte System zum Digital-Rights-Management. Ziel ist wohl, einen Abomechanismus mit dem Gerät zu verkaufen.

Irgendwann im März soll es das dann auch zu kaufen geben. Das könnte durchaus ein Hype werden, wenn der angestrebte Preis von 150$ erreicht wird und es auch ohne Abo geht.

Serielle Schnittstelle am AVR Butterfly

Um die serielle Schnittstelle am AVR Butterfly nutzen zu können ist nicht viel Arbeit erforderlich. Ein serieller Pegelwandler von Low-Voltage-Seriell auf den höheren Pegel an der seriellen Schnittstelle eines PCs ist bereits auf dem Butterfly integriert.
Es bietet sich an den Butterfly mit Stiftleisten zu bestücken um Kabel einfach anschließen zu können. Ich habe ein paar günstige Bauteile von Reichelt genutzt, dieses Material gibt es aber auch bei anderen Elektronik-Händlern.

  • 3 Stifte einer 36-poligen, einreihigen geraden Stiftleiste mit Rastermaß 2,54 (SL 1X36G 2,54)
  • eine 3-poligen Platinensteckverbinder gerade, weiss (PS 25/3G WS)
  • D-SUB-Buchse, 9-polig, Lötkelch zum PC-Anschluss (D-SUB BU 09)

Das ganze ist schnell verlötet, die PIN-Belegung ist aus der Grafik ersichtlich und ist im User-Manual des Butterfly dokumentiert. (RXD an Pin 3, TXD an Pin 2 und GND an Pin 5)

butterfly_serial_1

butterfly_serial_2

Das Ganze kann man dann in der Beispielanwendung bei der Namenseingabe mit dem Terminalprogramm Minicom testen. Die genaue Vorgehensweise ist unter Punkt 2.2.2 des Usermanual beschrieben. Zur Kommunikation unter Linux stellt man am besten als Supernutzer den Default von Minicom mit

minicom -s

unter “Serial Port Default” auf Serial Device /dev/ttyS0, Communication Parameter auf 19200 8N1 und keine Hardware- und Software-Flusskontrolle. Das ganze speichert man als Default dfl. Nun kann man entsprechend der Anleitung einen ersten Test der Kommunikation durchführen, der eingegebene Name sollte auch wenn kein Echo im Terminal eingestellt ist oder vom Butterfly zurückgegeben wird nach Bestätigen mit Enter auf dem Display erscheinen.

Blog Harvester

Der Blog-Harvester ist eine Webseite von Astro, die ausgewählte Weblogs und Bookmarklisten von verschiedenen Hackern im Umfeld des Dresdner C3D2 zusammenfasst. Der Harvester ist in einem Ruby-Skript implementiert und wird als Aggregator auch weiterhin gepflegt.