Archiv für die Kategorie 'Hardware'

Sony Ericsson W850i mit Linux

Ich habe mir eine neues Mobiltelefon zugelegt, da mein altes Telefon defekt war. Meine Wahl fiel auf das Sony Ericsson W850i, da ich gute Erfahrungsberichte mit Telefonen von Sony Ericsson aus dem Freundeskreis erhalten hatte und ich bei Recherchen heraus fand, dass diese Handys von Linux gut unterstützt werden.

sony_ericsson_w850i

Zur Kommunikation eines Rechners mit dem Telefon kann man drei Varianten benutzen, zwei Varianten mit USB-Verbindung und eine Variante mit Bluetooth.

  1. Anstecken des Telefons mit dem beiliegenden USB-Kabel und Auswählen von Dateiübertragung im Telefon. In diesem Modus kann man Multimediadateien auf das Telefon kopieren, das als Mass-Storage-Device wie ein USB-Stick arbeitet. Auch die Installation von Java-Programmen ist so möglich. Einfach die *.jar-Dateien auf das Handy kopieren und dort im Dateimanager installieren. Ich habe gestern so gleich ohne Probleme Bloover, ein Werkzeug für mobile Bluetooth-Scans, installiert.
  2. Anstecken des Telefons mit dem USB-Kabel und auswählen von Telefonmodus. In diesem Modus wird ein USB-Modemdevice zur Verfügung gestellt, weitere Tests habe ich hier nicht gemacht.
  3. Kommunikation über Bluetooth. Bei der Installation von Bluetooth sind einige Sachen zu beachten, ich habe mich an dieser Bluetooth-Anleitung für Ubuntu orientiert.

Zur Synchronisation des Telefons mit anderen Rechnern benutze ich OpenSync. Für Ubuntu Edgy Eft habe ich deshalb ein weiteres Repository in /etc/apt/sources.list hinzugefügt:

deb http://www.in.fh-merseburg.de/~jahn/opensync-0.21/ edgy main

Aus diesem Repository habe ich libopensync*, msynctool und multisync-gui installiert. Zur Synchronisation mit dem Telefon benutze ich Evolution und IrMC (funktioniert auch für Bluetooth) in einer Syncronisationsgruppe (Konfiguration mit msynctool oder multisync-gui). Die Man-Page von msynctool erklärt ziemlich treffend wie zur Synchronisation vorzugehen ist. Wichtig ist, dass als Befehl zum Synchronisieren

msynctool –sync Gruppenname –filter-objtype note

mit dem Filter für Notizen verwendet wird, da sonst das Synchronisieren sofort fehlschlägt. Zur Konfiguration gibt es im Opensuse-Wiki noch mehr Informationen.

Mit dem Telefonwechsel war ein vollständiger Nummernwechsel verbunden. Die neuen Telefonnummern sind im Impressum vermerkt.

Chumby

Chumby (Bilder hier), ein kompaktes Gerät das sich wie ein Wecker verhalten kann, ist ein Eingebettetes System mit WLAN-Anschluss. Das Hardware-Layout für das Gerät ist frei und sollte bei Anmeldung zugänglich sein. Leider wird in den Bedingungen der Anmeldung zu viel von Payment geredet, so das ich mich nicht angemeldet habe.

Hauptzweck des Gerätes soll sein, kleine Applikationen, die in Adobe Flash entwickelt, sind anzuzeigen. Beispielapplikationen sind ein Wecker, Wetteranzeige, Flickr-Bilder, Google-News usw.

Technisch setzt das Gerät auf einen Freescale iMX21 266MHz ARM9 controller, hat 32MB SDRAM, 64 MB NAND FLASH, einen 320×240 3.5-inch Touchscreen mit 12Hz, Stereo 2W Lautsprecher, einen Audio-Ausgang und Mikrophone-Eingang, einen USB-Anschluss und eine WLAN-Karte.

Auf dem Gerät läuft Linux 2.4.20, eine Toolchain und die Kernelquellen sind auch verfügbar. Weitere Experimente habe ich noch nicht durchgeführt, da ich keine Hardware besitze. Chumby Industries scheint aber Probeexemplare unter das Volk zu bringen oder bringen zu wollen, auf der Seite gibt es ein entsprechendes Angebot für “alpha-geek hacker”

Was mir bei Analyse der Chumby-Seiten fraglich geblieben ist, ist das Format der Images für Chumby und das integrierte System zum Digital-Rights-Management. Ziel ist wohl, einen Abomechanismus mit dem Gerät zu verkaufen.

Irgendwann im März soll es das dann auch zu kaufen geben. Das könnte durchaus ein Hype werden, wenn der angestrebte Preis von 150$ erreicht wird und es auch ohne Abo geht.

Serielle Schnittstelle am AVR Butterfly

Um die serielle Schnittstelle am AVR Butterfly nutzen zu können ist nicht viel Arbeit erforderlich. Ein serieller Pegelwandler von Low-Voltage-Seriell auf den höheren Pegel an der seriellen Schnittstelle eines PCs ist bereits auf dem Butterfly integriert.
Es bietet sich an den Butterfly mit Stiftleisten zu bestücken um Kabel einfach anschließen zu können. Ich habe ein paar günstige Bauteile von Reichelt genutzt, dieses Material gibt es aber auch bei anderen Elektronik-Händlern.

  • 3 Stifte einer 36-poligen, einreihigen geraden Stiftleiste mit Rastermaß 2,54 (SL 1X36G 2,54)
  • eine 3-poligen Platinensteckverbinder gerade, weiss (PS 25/3G WS)
  • D-SUB-Buchse, 9-polig, Lötkelch zum PC-Anschluss (D-SUB BU 09)

Das ganze ist schnell verlötet, die PIN-Belegung ist aus der Grafik ersichtlich und ist im User-Manual des Butterfly dokumentiert. (RXD an Pin 3, TXD an Pin 2 und GND an Pin 5)

butterfly_serial_1

butterfly_serial_2

Das Ganze kann man dann in der Beispielanwendung bei der Namenseingabe mit dem Terminalprogramm Minicom testen. Die genaue Vorgehensweise ist unter Punkt 2.2.2 des Usermanual beschrieben. Zur Kommunikation unter Linux stellt man am besten als Supernutzer den Default von Minicom mit

minicom -s

unter “Serial Port Default” auf Serial Device /dev/ttyS0, Communication Parameter auf 19200 8N1 und keine Hardware- und Software-Flusskontrolle. Das ganze speichert man als Default dfl. Nun kann man entsprechend der Anleitung einen ersten Test der Kommunikation durchführen, der eingegebene Name sollte auch wenn kein Echo im Terminal eingestellt ist oder vom Butterfly zurückgegeben wird nach Bestätigen mit Enter auf dem Display erscheinen.

Asus WL-500g Premium mit OpenWrt Kamikaze

Ich habe zu Testzwecken einen WLAN-Router von Asus erworben. Es handelt sich um das Modell Asus WL-500g Premium mit 8 MB Flash-Speicher und 32 MB RAM sowie zwei USB-Ports. Preislich liegt das Gerät bei ungefähr 70 Euro bei Ebay. Der WLAN-Router lässt sich mit OpenWRT unter Linux betreiben.

asus_wl_500g_premium

Betrieben wird das Gerät von mir unter der neuen Entwicklungsversion von OpenWrt mit dem Namen Kamikaze.
Die Quellen dafür bekommt man durch einen Checkout aus dem Subversion-Repository.

svn co https://svn.openwrt.org/openwrt/trunk/

Anschließend führt man im trunk/-Verzeichnis die Konfiguration des Firmware-Build-Prozesses mit

make menuconfig

aus und baut die Firmware mit

make

Um den Router zu Flashen benötigt man einen tftp-client, es wird atftp empfohlen. Unter Gentoo installiert man

emerge atftp

Nun muss man als Erstes den Router in den Diagnose-Modus versetzen:

  1. Entfernen der Versorgungsspannung.
  2. Drücken des RESET-Tasters (nicht der rote EZSETUP) mit einem Stift/Feinschraubenzieher während des Einschaltens für ein paar Sekunden.
  3. Loslassen des RESET-Tasters.

Man erkennt das der Router im Diagnosemodus ist daran, dass die POWER-LED langsam blinkt. Der Router befindet sich nun im Bootloader CFE (Common Firmware Environment). Nun führt man folgendende Eingaben in dem Verzeichnis durch, in dem das Image der Firmware liegt ( z.B. trunk/bin )

# atftp
connect 192.168.1.1
mode octet
trace
timeout 1
put openwrt-brcm-2.4-squashfs.trx

Das Image wird jetzt auf den Router übertragen.

Achtung: Nach Übertragung muss der Router noch mindestens 6 Minuten eingeschaltet bleiben, da das Image erst nach dem übertragen in den Flash geschrieben wird. Der Router startet nach Beenden des Schreibvorgangs nicht automatisch neu: Man wartet also lieber ein wenig länger und führt dann einen Reset durch.

Nun sollte man sich mit telnet auf 192.168.1.1 verbinden können und mit passwd ein root-Passwort für die Nutzung von ssh setzen können. Das Default-Passwort für root ist nicht gesetzt, der Zugang über ssh funktioniert aber erst nach dieser Aktion.
Wenn alles funktioniert bekommt man einen Prompt und ein kleines eingebettes Linux-System für wenig Geld:

# uname -a
Linux OpenWrt 2.4.34 #2 Thu Feb 15 20:47:24 CET 2007 mips unknown

Um den vollständigen Leistungsumfang des Gerätes nutzen zu können muss man noch ein paar spezielle Aktionen durchführen, zum Beispiel muss noch die volle Menge des Speichers nutzbar gemacht werden.

AVR Butterfly

Der AVR Butterfly ist eine Evaluationsumgebung für den Mikroprozessor ATmega169 von Atmel.

avrbutterfly_front

Die Ausstattung an Schnittstellen und Sensor ist für so ein kleines und günstiges System recht beachtlicht. Für um die 20 Euro bekommt man ein 6-stelliges LCD, einen 4-Wege-Taster mit Druckknopf, 512 kByte Flash-Speicher, Licht- und Temperatursensor, einen Piezo-Schallwandler und einen Zugang über serielle Schnittstelle (mit Pegelwandler auf dem Board). Als weitere Kommunikationspfade mit dem System kann man JTAG, SPI und I2C nutzen. Zudem arbeitet der Butterfly sehr stromsparend und ist mit einer Lithium-Batterie autark spannungsversorgt.

Das System ist in C programmierbar, einen entsprechenden Compiler und Werkzeuge zur Datenübertragung auf das System gibt es auch für Linux.

T23

Seit dem Wochenende habe ich ein neues Notebook, ein T23 von IBM. Drin sind ein Intel Mobile Pentium III mit 1,13 GHz, 512 MB Speicher und 60 Gigabyte Platte. Das Gehäuse ist titanverstärkt, insgesamt wirkt das Notebook ziemlich stabil und wiegt unter 2,3 Kilo. Bis jetzt bin ich zufrieden, allerdings steht diese Woche noch die Installation an. Gekauft habe ich das Gebraucht-Notebook bei Lapstore, einem Händler für gebrauchte Notebooks. Die Lieferung hat von Bestellung bis Ankunft des Notebooks 5 Tage gedauert. Thumbs up!

IBMThinkpadT23

Update (Sommer 2009):
Der T23 von IBM hat bis in den Frühsommer 2009 gute Dienste geleistet. Zum Schluss war der Rahmen angebrochen, der Lüfter erzeugte merkliche Geräusche und der Netzteilanschluss hatte einen kleinen Wackelkontakt. Dafür war der Rechner über knapp 3,5 Jahre täglich mobil im Einsatz und begleitete mich auch bis nach Kasachstan. Es ist stark anzunehmen, dass ein anderes Notebook bei dieser Beanspruchung viel eher kaputt gewesen wäre. Der T23 wurde durch ein Netbook Asus 1000HE ersetzt und auf dem Wertstoffhof zur endgültigen Entsorgung abgegeben.

Kamera

Meine neue Kamera ist wieder von der Reparatur da. Es handelt sich um eine Canon A520. Bei der Reparatur konnte kein Fehler festgestellt werden, aber die Kamera funktioniert wieder. Sehr interessant.

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