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Kirgisistan

Dienstag war ich mit anderen europäischen Studenten in der Stadt unterwegs, wir habe versucht uns ein Museum für Musikinstrumente anzuschauen: Am Montag hatten die anderen Studenten bei einem Besuch des Museums gesagt bekommen, dass Montag Ruhetag wäre, Dienstag war das Museum dann für lange Zeit wegen Renovierung geschlossen. Kasachstan scheint manchmal ein wenig absurd zu sein. Als Alternative waren wir dann ein Museum für Militärgeschichte besuchen, anscheinend waren wir aber die ersten Besucher seit langer Zeit, die Ausstellung war schon sozialistisch angehaucht und sehr antiquiert. Anschließend waren wir noch auf verschiedenen Märkten, ich habe eine Sonnenbrille für 500 Tenge gekauft.

Am Mittwoch haben wir eine Wandertour zum Almaty Lake unternommen, einem angestauten See in den Bergen überhalb von Almaty. Aus der Stadt hinaus sind wir mit Bus (40 Tenge) und Taxi (450 Tenge) zum Startpunkt unserer Wanderung gefahren, der auf ungefähr 2000 Meter Höhe lag. Von da aus sind wir über einen relativ steilen Anstieg entlang einer großen Pipeline für Wasser zum See auf 2500 Meter aufgestiegen. Das Wasser des Sees hatte eine Temperatur zwischen geschätzten 4 und 10 Grad, was uns allerdings nicht von einem kurzen Schwimmversuch abgehalten hat. Das Wetter und die Aussicht auf die umliegenden Berge war fantastisch.

Am Donnerstag wollte ich eigentlich meine IAESTE-Betreuerin treffen und mit ihr das Institut besuchen, in dem ich arbeiten werden. Nachdem ich bis Mittag im Studentenwohnheim gewartet hatte, wurde mir allerdings per Kurznachricht abgesagt. Also war ich mit anderen Studenten noch in der Stadt unterwegs, am Abend sind wir mit der Seilbahn auf einen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt gefahren und haben dort den Sonnenuntergang über der Stadt verfolgt.

Freitag nochmal ein wenig in der Stadt hin und her, ich weiß jetzt für Notfälle wo die deutsche Botschaft ist, später dann für den Wochenausflug nach Kirgisistan packen.

In der Nacht von Freitag zu Sonnabend sind wir alle zusammen nach Kirgisistan gefahren, den Nachmittag habe ich am Issyk-Kul, dem zweitgrößten Bergsee der Welt, badend am Strand verbracht.

Über meine Arbeit hier unten weiß ich noch nichts genaueres, diese Woche ist nun erstmal Urlaub angesagt, ich will Ausflüge in die Berge machen und Bishkek besuchen. Laut Angabe der anderen Studenten sind die Arbeiten allerdings nicht allzu anspruchsvoll, die Atmosphäre locker und es bleibt Zeit um die Gegend zu erkunden.

Kasachstan

Hintergrund: Im Sommer 2006 war ich während meines Studium zum IAESTE-Studentenaustausch in Almaty, Kasachstan. Die Beiträge habe ich dort geschrieben und zumeist nachträglich beim entsprechenden Datum eingefügt, da nicht immer Internet vorhanden war.

Seit ich letzten Montag in Kasachstan angekommen bin, habe ich so viel erlebt, dass kaum Zeit war etwas aufzuschreiben. Das möchte ich jetzt nachholen.

Zu allererst: Mir geht es hier gut, von Dienstag bis Freitagabend war ich in Almaty, habe in der Stadt und Umgebung mit den anderen europäischen Studenten Ausflüge unternommen und mich ein wenig eingelebt. Die Gruppe der IAESTE-Studenten hier ist multieuropäisch, es sind Studenten aus Deutschland, Portugal, Norwegen, Dänemark, Spanien, England, Italien, Polen, Finnland und der Schweiz hier. Untereinander wird Englisch gesprochen, ein paar Studenten haben Russisch-Kenntnisse und können weiterhelfen, wenn mit Einheimischen geredet wird, da diese eher selten Englisch sprechen.

Der Flug von Frankfurt über Istanbul nach Almaty verlief ohne Probleme. Trotz der Tatsache, dass es mein erster Flug war und ich vorher ein wenig nervös war, hat das Fliegen mit Turkish Airlines Spaß gemacht. Der Flug war für mich sehr unproblematisch, die Flughäfen in Frankfurt und Istanbul sind sehr viel besser organisiert als jeder Bahnhof den ich kenne und alles war wirklich einfach.

Untergebracht bin ich mit den anderen in einem Studentenwohnheim, zwei Personen teilen sich jeweils ein Zimmer. Die Ausstattung ist einfach, aber es gibt sogar eine kleine Küche mit einem Herd. Viele einheimische Studenten habe ich allerdings noch nicht getroffen, anscheinend sind zur Zeit Ferien oder sie sind andernorts untergebracht.

In Almaty habe ich eine kasachische Mobilfunknummer (Prepaid-Anbieter: Beeline, 1000 Tenge für die SIM-Karte mit 700 Tenge Startguthaben). Umtauschkurs ist etwa 1 Euro in 150 Tenge. An verschiedene Mobilfunknummern in Deutschland kann ich aber anscheinend keine Kurznachrichten schicken.

Nachtrag: In Kirgisistan funktioniert die kasachische Karte gar nicht. Das ist sehr schade, da ich von dort keine Nachrichten nach Deutschland schicken kann.

Qemu

QEMU ist ein vielseitiger Emulator, der verschiedene Prozessoren und Systeme auf verschiedenen Architekturen und Betriebssystemen simulieren kann. Als Trägerplatform werden x86, x86_64, und PowerPC unterstützt, simulieren kann man x86, x86_64, ARM, Sparc, PowerPC und MIPS. QEMU ist sowohl für freie Betriebssysteme als auch für Windows verfügbar. Besonders interessant ist, dass auch Multiprozessorsysteme simuliert werden können:

qemudsl

Festplatten shreddern

Achtung: Die im folgenden beschriebenen Methoden vernichten Daten und Dateien vollständig und sicher.

Um mit Linux eine als defekt vermutete Festplatte unabhängig vom genutzten Dateisystem auf Fehler zu überprüfen, kann man folgenden Befehl nutzen, bei dem allerdings alle Daten gelöscht werden:

badblocks -t random -ws -v /dev/hdX

badblocks ist Bestandteil der e2fsprogs, damit es funktioniert sollte man natürlich möglichst root sein oder Zugriffsrechte auf das entsprechende Gerät haben. Der Parameter -t legt ein Bitmuster fest, mit dem die Platte beschrieben wird und das anschließend überprüft wird. -w legt fest, daß Daten sowohl geschrieben, als auch gelesen werden und -s zeigt den aktuellen Fortschritt an. Der Parameter -v erhöht die Menge der ausgegebenen Informationen. /dev/hdX steht für ein zu überprüfendes Gerät, also die zu überprüfende Festplatte oder Partition. Im Fehlerfall gibt badblocks eine Liste der defekten Sektoren aus. Zusätzlich findet man meist im Systemlog oder mit dmesg Meldungen wie Folgende:

hdb: dma_intr: status=0x51 { DriveReady SeekComplete Error }
hdb: dma_intr: error=0x40 { UncorrectableError }, 
LBAsect=4561226, high=0, low=4561226, sector=4561208
ide: failed opcode was: unknown
end_request: I/O error, dev hdb, sector 4561208

Ist die Platte in Ordnung bleibt die Fehlerliste leer.

Eine andere Variante eine Festplatte von ihren Daten zu befreien, ist das Überschreiben mit zufälligen Daten mit dem in den fileutils enthaltenem Programm shred:

shred -v -n 20 /dev/hdX

Der Parameter -n legt hier die Anzahl der Durchläufe fest in denen die Daten mit zufälligen Werte überschrieben werden, die wirklich benötigte Anzahl hängt allerdings von der eigenen Zeit und dem Aufwand, den man betreiben will, ab. Für die einfache Abwehr von unspeziallisierten Angreifern, zum Beispiel beim Ebay-Verkauf einer Festplatte, sollten 5-10 Durchläufe genügen. Das Programm shred kann man zwar auch auf einzelne Dateien anwenden, laut Anleitung hat dies bei Journaling-Dateisystemen wie XFS, ext3, Reiser usw. allerdings nicht unbedingt die erwünschte Wirkung, da Daten und Dateien nicht unbedingt In-Place überschrieben werden.

Zur Vollständigkeit will ich noch eine dritte Methode um Dateien oder Geräte zu überschreiben angeben, die einfache Nutzung von dd:

dd if=/dev/random of=/dev/hdX bs=1M

Zum sicheren physikalischen Löschen von Festplatten und zum Vernichten von sensiblen Daten kann man am ehesten shred einsetzen, ultimatives Vernichten ist sowieso nur beim Erhitzen der Festplatte über ihre Curie-Temperatur, der Temperatur bei dem der Datenspeicher seine magnetischen Eigenschaften verliert, möglich.

Mein Prof

Bei MeinProf.de kann man die Professoren seiner Hochschule bewerten und die Bewertungen einsehen. Einfach mal anschauen und mitmachen.

Goodbye Phrack

Heute ist die letzte Ausgabe von Phrack mit der Nummer 63 als Ezine erschienen. Phrack besteht seit dem November 1985 und behandelt Themen wie Informationssicherheit, Hacken und Kryptographie. Naja, auch die vergangen Ausgaben zu lesen kann Spass machen. Goodbye Phrack.

Update (Sommer 2009):
Mittlerweile sind drei neuer Ausgaben erschienen, die Veröffentlichung wurde fortgesetzt.

Me too

So, nun habe ich also auch ein Weblog! Was wird es hier zu lesen geben? Als Kategorien habe ich erstmal Informatik, Robotik, Mathematik, Kryptologie, Musik, Hardware, Software, Literatur und Visuelles angelegt. Diese Kategorien wollen alle gefüllt werden. Natürlich werde ich auch über Veranstaltungen, die ich besuche, berichten (wie zum Beispiel die Chemnitzer Linux-Tage am Wochenende). Es wird dieser oder jener Link zu sehen sein und natürlich auch in der Kategorie Privates etwas über mich und von mir zu erfahren geben. Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen.

Update (Sommer 2009):
Seit dem ersten Artikel in diesem Weblog ist einige Zeit vergangen. Die Internetseite wurde zwischenzeitlich mehrfach umgestaltet und nicht alle Inhalte waren immer verfügbar. Im Sommer 2009 habe ich alle alten Artikel überarbeitet. Relevantes Material wurde wiederhergestellt und Irrelevantes aussortiert, defekte Links wurden entfernt oder falls möglich erneuert. Die Rechtschreibung wurde verbessert und auch inhaltlich hat ein Teil der Artikel eine Überarbeitung erfahren. Ich glaube, dass dadurch die Qualität dieses Weblogs gesteigert wurde und es für den Leser interessanter geworden ist.