Vom 2. bis 16. April 2007 findet in Dresden die Schach-EM statt. Informationen gibt es auf den Seiten der Schacholympiade 2008, die auch in Dresden stattfinden wird. Das Ereignis ist eines der größten Schachereignisse, für das Turnier gibt es bereits eine Rekordzahl an Anmeldungen.
Monats-Archiv für März 2007
Nach dem ich letzte Woche mal Second Life ausprobiert habe bin ich etwas enttäuscht, der Hype der gemacht wird entspricht in keiner Weise dem, was geboten wird. Die Steuerung finde ich unintuitiv, die Grafik ist nicht sonderlich hübsch und irgendwie sieht alles wie Zu hause zusammengebastelt aus. Wer es nicht ausprobiert verpasst meiner Meinung nach auch nichts.
Schon eher Verständnis habe ich da für die Spieler von World of Warcraft. Die Online-Welt dort, obwohl im Fantasy-Bereich, erscheint deutlich stimmiger und interaktiver. Nach meiner Nutzung des 10-Tage Probe-Accounts über Weihnachten letztes Jahr erwische ich mich immer mal wieder mit dem Gedanken mir das Spiel zuzulegen, im Moment gibt es aber zum Glück genug anderen Zeitvertreib. Ich befürchte aber fast, dass es mich auch irgendwann erwischt.
Ich habe mir eine neues Mobiltelefon zugelegt, da mein altes Telefon defekt war. Meine Wahl fiel auf das Sony Ericsson W850i, da ich gute Erfahrungsberichte mit Telefonen von Sony Ericsson aus dem Freundeskreis erhalten hatte und ich bei Recherchen heraus fand, dass diese Handys von Linux gut unterstützt werden.

Zur Kommunikation eines Rechners mit dem Telefon kann man drei Varianten benutzen, zwei Varianten mit USB-Verbindung und eine Variante mit Bluetooth.
- Anstecken des Telefons mit dem beiliegenden USB-Kabel und Auswählen von Dateiübertragung im Telefon. In diesem Modus kann man Multimediadateien auf das Telefon kopieren, das als Mass-Storage-Device wie ein USB-Stick arbeitet. Auch die Installation von Java-Programmen ist so möglich. Einfach die *.jar-Dateien auf das Handy kopieren und dort im Dateimanager installieren. Ich habe gestern so gleich ohne Probleme Bloover, ein Werkzeug für mobile Bluetooth-Scans, installiert.
- Anstecken des Telefons mit dem USB-Kabel und auswählen von Telefonmodus. In diesem Modus wird ein USB-Modemdevice zur Verfügung gestellt, weitere Tests habe ich hier nicht gemacht.
- Kommunikation über Bluetooth. Bei der Installation von Bluetooth sind einige Sachen zu beachten, ich habe mich an dieser Bluetooth-Anleitung für Ubuntu orientiert.
Zur Synchronisation des Telefons mit anderen Rechnern benutze ich OpenSync. Für Ubuntu Edgy Eft habe ich deshalb ein weiteres Repository in /etc/apt/sources.list hinzugefügt:
deb http://www.in.fh-merseburg.de/~jahn/opensync-0.21/ edgy main
Aus diesem Repository habe ich libopensync*, msynctool und multisync-gui installiert. Zur Synchronisation mit dem Telefon benutze ich Evolution und IrMC (funktioniert auch für Bluetooth) in einer Syncronisationsgruppe (Konfiguration mit msynctool oder multisync-gui). Die Man-Page von msynctool erklärt ziemlich treffend wie zur Synchronisation vorzugehen ist. Wichtig ist, dass als Befehl zum Synchronisieren
msynctool –sync Gruppenname –filter-objtype note
mit dem Filter für Notizen verwendet wird, da sonst das Synchronisieren sofort fehlschlägt. Zur Konfiguration gibt es im Opensuse-Wiki noch mehr Informationen.
Mit dem Telefonwechsel war ein vollständiger Nummernwechsel verbunden. Die neuen Telefonnummern sind im Impressum vermerkt.
Unter opensourcejahrbuch.de findet sich die neueste Ausgabe das Open-Source-Jahrbuchs. Über 50 Autoren stellen auf 577 Seiten Informationen, Diskussionbeiträge und Analysen zum Thema Open Source vor. Die Autorenliste umfasst Namen wie Bruce Perens und Richard Stallman, aus Themensicht bietet sich ein weites Spektrum von politischen, ökonomischen, sozialen bis hin zu technischen Belangen.
Ich habe diese Woche meine zwei Rechner mit Ubuntu 6.10 (Edgy Eft) installiert und damit Gentoo auf diesen Rechnern abgelöst. Die Installation verlief auf beiden Rechnern problemlos, nur der Dialog zur Platten-Partionierung war etwas hackelig, durch Neupartitionierung war das Problem aber zu lösen.
Das Installieren der Updates verlief zügig und ohne sichtbare Fehler. Auf dem Thinkpad mit SuperSavage-Grafik funktionierte Direct-Rendering Out-of-the-Box, beim Desktop musste ich noch die proprietären fglrx-Treiber von ATI installieren und konfigurieren. Bis jetzt fand sich sämtliche Software, die ich brauchte, in den verfügbaren Quellen.
Der Umstieg von Gentoo zu Ubuntu hatte folgende Gründe:
- Gentoo ist im Moment nicht mehr so trendy wie noch vor zwei Jahren, viele Entwickler verlassen das Projekt und widmen sich anderen Distributionen. Die Pakete scheinen deswegen nicht mehr überall so gepflegt wie ich mir das vorstelle.
- Da bei Gentoo aus dem Quellcode installiert wird benötigen Updates lange Compilerläufe, die mir persönlich jetzt zu lange dauern. Updates bei Bibliotheken können wenn Abhängigkeiten zu OpenOffice, Firefox oder X auftreten in wahre Compile-Marathons ausarten. Manchmal erscheinen dann weitere Updates bevor der letzte Compile-Lauf beendet ist.
- Die Paketverwaltung bei Gentoo ist für Nutzer ausgelegt die Fehler und Sicherheitsmängel durch Updates auf neue oder neueste Programmversionen lösen. Das reine Fixen von Sicherheitsmängeln oder Fehlern bei Beibehaltung des Featureumfangs scheint bei Gentoo nicht unbedingt Priorität zu haben. Viel Entwicklerarbeit basiert auf den jeweilig neueste Softwarerevisionen. Ich möchte in Zukunft vor allem ein stabiles System mit halbwegs aktuellen Versionen.
- Konfiguration ist bei Gentoo immer noch viel Handarbeit. Ich finde es sehr nützlich die Kommandozeile benutzen zu können, habe aber auch nichts gegen automatisierte, graphische Lösungen wo sie sinnvoll, funktional und effektiv sind. Bei Ubuntu erhoffe ich mir weniger Administrationsaufwand.
Generell bin ich mit Gentoo nicht unzufrieden gewesen, meine Ziele und Anforderungen haben sich aber dahingehend geändert, dass ich ein System möchte bei dem Stabilität vor Aktualität steht.
Natürlich hat der Wechsel auch ein paar Nachteile:
- Subjektiv erscheint mir Ubuntu ein wenig langsamer als mein Gentoo, allerdings nicht soviel, dass ich es als störend empfinde. Hier kann man aber sicher noch ein paar Anpassungen vornehmen. Der empfundene Unterschied kann auch daher herrühren, dass ich gleichzeitig von XFCE auf Gnome gewechselt bin.
- In Liferea werden anscheinend keine https-Anfragen unterstützt. Hier werde ich eventuell ein Nichtdistributionspaket installieren.
- Das angesammelte Wissen über die Erstellung von ebuilds ist jetzt nutzlos, das Wissen zum Erstellen eigener Pakete für Ubuntu muss ich mir neu aneignen.
Bis jetzt scheint mir der Wechsel aber eine gute Entscheidung.
In letzter Zeit benutze ich immer öfter Musikdienste aus dem Internet um einfach so nach neuer Musik zu suchen oder alte Lieder mal wieder zu hören. Besonders interessant finde ich finetune.com und last.fm. Mit dem entsprechenden Flash-Player kann man in einem Suchfeld den Namen eines Künstlers eintragen und bekommt dann Musik dieses und ähnlicher Künstler zu hören. Der entsprechende Link zum käuflichen Erwerb dieser Musik ist nicht weit entfernt, das ist aber nicht besonders störend. Nette Sache, oder?
Bei Google Video findet sich eine interessante Dokumentation über Linux und Open Source Software. Das ganze heißt The Code Linux und dauert ungefähr eine Stunde. Die Dokumentation stellt die Konzepte Freier Software vor und lässt eine Vielzahl von Kernel-Entwicklern zu Wort kommen. Bis auf wenige Teile sind die Interviews in Englisch.
Am 3. und 4. März finden die wieder einmal Chemnitzer Linux-Tage statt. Eine Eintrittskarte kostet wie in den letzten Jahren 5 EUR bzw. ermäßigt 3 EUR und ist an beiden Veranstaltungstagen gültig. Karten können ohne Anmeldung direkt beim Besuch der Veranstaltung erworben werden. Die Veranstaltung umfasst an beiden Tagen jeweils 6 Vortragsstränge und viele Präsentationen.










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