Begonnen habe ich meinen Rundgang im Hochspannungslabor der HTW Dresden, bis zu 150000 Volt lassen einem dort die Haare zu Berge stehen. Auch sehenswert war die Physik-Experimentalvorlesung “Von Archimedes bis Einstein” und die autonomen Roboter des Fachbereiches Landbau/Landespflege.
Weiter ging es dann ins Hörsaalzentrum der TU Dresden, wo an vielen Ständen naturwissenschaftliche Forschung präsentiert wurde. Im Barkhausen-Bau habe ich den schalltoten Raum besichtigt. Zweitausend Kubikmeter Raumvolumen, eintausend davon mit Glaswollelementen gefüllt, beachtliche Raumakustik: alles wird geschluckt. Was ich noch nicht wusste war die Tatsache, dass die Elektrotechniker der TU Dresden eine eigene Mobilfunkzelle (D-88) im Barkhausen-Bau zum Lehren und Lernen betreiben. Man kann sich in die Zelle frei einbuchen und dann im Telefonnetz der Technischen Universität kostenlos telefonieren, die Zelle läuft fast immer. Endlich habe ich mal so eine Anlage auf der Betreiberseite besichtigen können. Kurzmitteilungen und Telefongespräche mitschneiden ist dort überhaupt kein Problem, der Mobilfunkanbieter kann alles.
Interessant war auch die Theatervorstellung im Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden, lehrreiche Inhalte wurden dort aufgelockert dargestellt. Der Innenhof des modernen Gebäudes bot einen guten Rahmen für die Veranstaltung, wirklich schön dort auch um was zu essen und zu entspannen. Abgeschlossen habe ich die Wissenschaftsnacht mit einer Vorlesung über die Kulturgeschichte des Vodkas im HSZ. Fazit: Russland finanziert sich über Vodka, und: nur aus Russland kommt orginal russischer Vodka.
Um es kurz zu sagen, eine sehr gelungene Veranstaltung an allen Orten. Die HTW Dresden konnte in ihrer Präsentation wirklich mit den anderen Einrichtungen, die ich besichtigt habe, mithalten. Insgesamt sind bei mir aber die “frontalen” Präsentationen besser angekommen als die Standpräsentationen mit Postern und TFTs. Ich bin froh in einem Alter zu sein in dem ich noch soviel lernen kann. Wissenschaftsnacht? Gerne wieder.
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